Kawasaki hat schnell auf den Ruf der Kundschaft nach günstigen Adventurebikes im Mittelklassesegment reagiert. Der Motor – bekanntlich der teuerste Teil einer Neuentwicklung – war praktischerweise bereits im Regal vorhanden. Clever gespart, muss man sagen. Und diesen Preisvorteil gibt man an die Kundschaft weiter.
Die neue KLE500 hat die Intermot erreicht. Das Interesse? Groß. Der Preis? Erstaunlich klein. Klingt nach einer vielversprechenden Kombination. Zumindest in der Basisversion – denn irgendwo muss man ja anfangen.
Im Modell Z500 macht der Antrieb auch durchaus Sinn. Aber funktioniert das Konzept ebenso im rund 26 Kilo schwereren KLE 500? Der 451 ccm große Zweizylinder mit 45,4 PS ist in der leichten Z500 ein echter Spaßmotor. Mit ordentlich Drehzahl lässt sich damit sogar recht sportlich unterwegs sein.
Die Kawasaki Z500, hier in der SE-Variante, ist ein richtig tolles A2-Bike: leicht, unkompliziert und macht Laune. Das Gewicht ist niedrig, dafür muss man dem 451 ccm-Zweizylinder mit 45,4 PS schon ein paar höhere Drehzahlen gönnen, um sportlichen Fahrspaß zu erleben. Aber hey: Kombination aus leichtem Bike und spritzigem Motor? Passt perfekt.
Ein Adventurebike allerdings lebt eher aus dem Drehzahlkeller als aus dem Begrenzerbereich. Und genau da stellt sich die spannende Frage: Geht diese Rechnung bei den ersten Fahrtests wirklich auf?
Die Motordaten der KLE500? Eins zu eins die der kleinen Schwester Z500 – inklusive Getriebeübersetzungen. Kein Unterschied. Die große Preisfrage lautet also: Wie fühlt sich das Ganze an, wenn man plötzlich 26 kg Extra auf die Waage packt? Abenteuer oder Muskeltraining?
Preislich passt das Gesamtpaket der neuen KLE500– da gibt es wenig zu meckern. Bei Ausstattung und Bodenfreiheit jedoch hinkt sie der zunehmend selbstbewussten Fernost-Konkurrenz ein Stück hinterher. Ob das die Kundschaft genauso gelassen sieht wie den günstigen Preis, bleibt abzuwarten.
Preisliste KLE500: Ausgestellt auf der Intermot 2026.Fernost hat ordentlich vorgelegt – sowohl beim Preis (aktuell 5.999 Euro) als auch bei der Ausstattung. Voll einstellbares Fahrwerk, höhenverstellbares Windschild, großer Tank, ordentliche Bremsen und ein leichter Kupplungshebel. Fast so, als hätte jemand gedacht: „Warum klein denken, wenn’s auch richtig gut geht?“